Wenn bei uns Fische und Pflanzen den Besitzer wechseln, stammen sie fast immer aus Nachzucht. Das ist kein Zufall.
Warum Nachzucht
Ein erheblicher Teil der im Handel angebotenen Zierfische stammt heute aus Zuchtbetrieben. Bei einigen Arten wird weiterhin aus der Natur entnommen. Ob das problematisch ist, hängt stark von Art und Region ab – pauschal lässt es sich weder verurteilen noch gutheissen. In manchen Regionen sichert der Fang von Zierfischen Einkommen und damit ein Interesse am Erhalt intakter Gewässer.
Unstrittig ist: Wer nachzieht, lernt seine Tiere besser kennen als bei jeder anderen Form der Pflege. Nachzuchten sind zudem an unsere Wasserwerte gewöhnt und dadurch häufig robuster als Wildfänge.
Was ein Verein dabei leistet
- Weitergabe. Überschüssige Jungtiere und Pflanzen finden über die Börse Abnehmer.
- Wissen. Welche Art bei welcher Wasserhärte ablaicht, welches Futter die Jungtiere brauchen – das steht in keinem Buch so vollständig wie im Kopf von jemandem, der es gemacht hat.
- Bestände. Manche Arten werden seit Jahrzehnten fast ausschließlich in Vereinen und privaten Anlagen erhalten.
Der Einstieg ist kleiner als gedacht
Man braucht keine Zuchtanlage im Keller. Viele lebendgebärende Arten und etliche Salmler und Barben vermehren sich im normalen Gesellschaftsaquarium, wenn Versteckmöglichkeiten und feines Futter vorhanden sind. Ein zweites, kleines Aufzuchtaquarium reicht für den Anfang.

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