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Wasserwechsel: wie viel, wie oft, und der häufigste Fehler

Der Wasserwechsel ist die wirksamste Einzelmaßnahme für dein Aquarium – und die, bei der Einsteiger am häufigsten unsicher sind.

Wie viel und wie oft

Für ein normal besetztes Gesellschaftsaquarium haben sich 20 bis 30 Prozent wöchentlich bewährt. Weniger, aber regelmäßig, ist besser als selten und viel: Große Wechsel nach langer Pause verändern die Wasserwerte sprunghaft, und genau das setzt Fischen zu.

Stark besetzte Aquarien, Aufzuchtaquarien oder Anlagen mit großen Welsen brauchen mehr. Ein schwach besetztes, dicht bepflanztes Aquarium kommt mit weniger aus. Der Besatz bestimmt den Rhythmus, nicht der Kalender.

Worauf es beim Wasser ankommt

  • Temperatur angleichen. Ein paar Grad Unterschied sind unkritisch, zehn sind es nicht.
  • Chlor beachten. Leitungswasser ist meist unproblematisch, nach Rohrarbeiten kann Chlor auftreten. Im Zweifel Wasseraufbereiter verwenden.
  • Härte kennen. Wer Weichwasserfische pflegt, sollte wissen, was aus der Leitung kommt. Die Werte gibt der Wasserversorger heraus.

Der häufigste Fehler

Wasserwechsel und Filterreinigung am selben Tag. Der Filter beherbergt den Großteil der Bakterien, die Ammonium und Nitrit abbauen. Wer beides gleichzeitig macht, nimmt dem Aquarium auf einen Schlag einen erheblichen Teil seiner Reinigungsleistung. Lass ein bis zwei Wochen dazwischen – und spüle Filtermedien nur in abgestandenem Aquariumwasser aus, nie unter heißem Leitungswasser.

Mulm ist nicht gleich Schmutz

Der Bodengrund darf gereinigt werden, muss aber nicht steril sein. Ein Teil des Mulms ist Lebensraum für Nützlinge. Arbeite dich pro Wechsel über einen Abschnitt des Bodens, nicht über die ganze Fläche.

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